wirtschaftlich

Trotz der seit einigen Jahren auf tiefem Niveau befindlichen Strompreise ist Wasserkraft immer noch rentabel. Voraussetzung dafür ist, dass die Anlagen gut auf die zu erwartenden hydrologischen Rahmenbedingungen ausgelegt und optimiert geplant und umgesetzt werden. Dazu gibt enso umfangreiche hydrologische Studien in Auftrag, die in Folge energiewirtschaftlich beurteilt werden und die Grundlage für die richtige Auslegung (Ausbaugrad) der Anlage bilden. Zur Dimensionierung des Kraftwerks wird zunächst der Ausbaudurchfluss festgelegt, bei welchem die Anlage die maximale Leistung mit der besten Engpassleistung erzielt. Dies ist immer ein Kompromiss aus maximal erreichbarer Jahresproduktion und zusätzlich notwendiger Baukosten. Unter Berücksichtigung möglichst aller, auch zukünftiger Einflussfaktoren wird das Optimum dafür gesucht. So kann es zum Beispiel sein, dass zugunsten der Betriebssicherheit und robusten Auslegung eines Kraftwerks auf zusätzliche Produktionsmöglichkeit verzichtet wird, im Gegenzug dadurch aber Störungs- und Ausfallsrisiken reduziert oder vollständig vermieden werden. Diese Konzentration auf das passende Konzept ist der wesentliche Erfolgsfaktor für einen langfristig effizienten Betrieb.  

Während die notwendigen Betriebskosten im Wesentlichen in der Konzeptphase bestimmt werden, bedarf es bei der Optimierung der Errichtungskosten zusätzlich noch einer optimalen Bauvergabe sowie eines straff organisierten Bauablaufes. Zur Gewährleistung der Sicherheit und der Qualität bedient sich enso meist internationaler, externer Experten, die die Einhaltung des Bauherrenstandards sowie der IFC Standards und der projektspezifischen ESAM-Vorgaben sicherstellen.

Jedes Wasserkraftwerk ist ein Unikat. So kann es trotz optimaler Vorbereitung immer wieder zu Überraschungen im Zuge des Baus kommen, die aus dem Baugrundrisiko oder anderen Einflussfaktoren erwachsen können. Wichtig ist es, in adäquater Weise optimal auf solche Anforderungen zu reagieren. 

Der operative Betrieb einer Anlage selbst erfolgt fast ausschließlich vollautomatisch, d.h. die laufenden Kosten für die Stromproduktion sind vergleichsweise gering. Dies ist nicht zuletzt deshalb so, weil durch die Wasserkraft keine Rohstoffe verbraucht werden und folglich keine Primärenergiekosten anfallen.